Loslassen – aber wie und vor allem warum?

“Anstrengung ist ein Teil des Ganzen,

Nicht-Anstrengung ein anderer Teil.

Heben Sie diese Zweiteilung auf, und das Ergebnis ist müheloses Handeln,
ohne am Ergebnis zu hängen.”

Wayne Dyer, aus „Ändere deine Gedanken und dein Leben ändert sich“

 

In vielen Büchern und Ratgebern heißt es immer man müsse Dinge loslassen können um sie zu bewältigen.
Was heißt aber loslassen genau? Was kann loslassen bewirken? Und wie kann man lernen loszulassen?

 

Loslassen – Was bedeutet das eigentlich genau?

Haben Sie schon einmal probiert einen Knoten zu lösen? Am Anfang handelt es sich vielleicht um einen kleinen Knoten im Schnürsenkel. Sie haben es vielleicht gerade eilig und versuchen hastig den Knoten zu entwirren. Dabei verheddern Sie sich vielleicht immer mehr, der Knoten wird dicker anstatt sich aufzulösen. Je krampfhafter und je eiliger Sie versuchen, das Chaos zu beseitigen umso auswegloser erscheint die Situation.

Auch ein gutes Beispiel bietet uns das Autofahren. Haben wir es eilig, schalten meist alle Ampeln pünktlich bei unserer Ankunft auf rot. Ob beim Knoten im Schnürsenkel oder im Straßenverkehr: Sobald Sie die Situation annehmen wie Sie ist, löst Sie sich meist von selbst.

Ziehen Sie vielleicht ein anderes paar Schuhe an und widmen Sie sich am nächsten Tag dem Knoten, lässt er sich meistens spielend einfach lösen. Haben Sie es ausnahmsweise nicht eilig, fahren Sie sicher auf der „grünen Welle“.

 

Loslassen bedeutet also Dinge annehmen wie sie sind. Situationen oder Lösungen nicht erzwingen wollen.
Loslassen heißt auch Sorgen, Ängste und Stress aufzugeben.

Vielleicht klingt es für Sie paradox. Haben doch die meisten Menschen gelernt alles irgendwie „hinzubiegen“ oder
„in den Griff zu bekommen“. Loslassen heißt aber auch, Dinge nicht beeinflussen oder erzwingen zu wollen.

 

Was kann loslassen bewirken?

Hier gibt es einen ganz wichtigen Punkt: Loslassen bedeutet nicht aufgeben! Vielmehr ist loslassen die Gewissheit, dass man in diesem bestimmten Lebensbereich alles getan hat, was notwendig war und daraufhin genügend Vertrauen aufzubauen, dass sich alles zum Bestmöglichen löst. Loslassen kann bewirken, dass sich Dinge wie von selbst leichter und schneller lösen, als es unser Verstand jemals geschafft hätte.

 

Wie kann man loslassen üben?

Versuchen Sie für drei Tage Dinge zu beobachten und bewusst nicht zu kontrollieren. Üben Sie sich darin, Ergebnisse nicht zu erzwingen. Leichter wird Ihnen das gelingen, wenn Sie jeden Morgen eine kurze Atemübung durchführen.
Atmen Sie dazu für zwei Minuten tief ein und aus. Versuchen Sie dabei nur auf Ihren Atem zu achten. Suggerieren Sie sich dann folgende Sätze: „Ich vertraue darauf, dass sich alles zum Guten für mich wendet. Ich höre auf meine innere Stimme und übe mich bewusst darin, Dingen ihren Lauf zu lassen.“

Entwickeln Sie ein Gespür für Situationen in denen Sie automatisch versuchen, in Ergebnisse einzugreifen.
Lassen Sie den Dingen einfach für drei Tage Ihren Lauf und beobachten Sie Vorfälle, die sich ohne Ihre Einflussnahme lösen. Entwickeln Sie ein Gespür für Situationen, in denen Sie sich verkrampfen und entspannen Sie sich dann.
Atmen Sie tief durch und üben Sie Vertrauen.

Ohne Fleiß kein Preis?

Kennen Sie auch diese Tage an denen Sie zwölf oder vierzehn Stunden gearbeitet haben?
Von einem Termin zum nächsten. Kaum Zeit zum Durchschnaufen.
Am Abend kommen Sie völlig erschöpft nach Hause und haben das Gefühl trotz der ganzen Mühe immer und immer wieder auf der Stelle zu treten.

Sie haben bestimmt auch immer wieder gehört:
“Ohne Fleiß kein Preis!”, “Wer viel Geld verdienen will muss auch hart dafür arbeiten!”
Und genau daran halten Sie sich, koste es was es wolle.

Was aber wenn Erfolg nicht immer einen Preis kostet? Wenn man eben nicht vierzehn Stunden ackern bräuchte oder die Familie vernachlässigen müsste?

Vielleicht kennen Sie ja auch diese Tage, an denen Sie in zwei Stunden mehr bewegen als manchmal in zwölf?
An diesen Tagen fühlen Sie sich frisch, beschwingt und würden am liebsten Bäume ausreißen.
Denken Sie doch einfach einmal kurz darüber nach, wann Sie produktiver und motivierter sind.
Genau! Immer dann, wenn Sie Ihre Batterien aufladen konnten. Wenn Sie etwas für sich selbst getan haben.
Egal, ob es ein Spaziergang an der frischen Luft ist oder vielleicht ein gutes Buch – finden Sie heraus, was Sie glücklich macht. Finden Sie kleine Inseln im Alltag – viele “einzelne solcher Stunden” um Ihre Akkus mit neuer Energie und Inspiration aufzufüllen. Oft sind es gerade die stillen Stunden, in denen wir nichts haben außer uns selbst, die dabei helfen wieder zu uns selbst zu finden.

Wir sollten wieder lernen uns mehr von diesen Stunden freizuhalten um neue Ideen zu finden und somit effektiver und produktiver zu arbeiten. Zugegeben – das sind tatsächlich neue Wege, vielleicht auch ungewöhnliche, aber es funktioniert. Wie? Das zeigen wir Ihnen in unserem Erfolgscoaching!